Im Rahmen unserer kontinuierlichen Erforschung von Kreativität und Ausdruck arbeitet Sarah Pacini mit der belgischen Sängerin, Komponistin und Theaterschöpferin Adja zusammen. In Brüssel trafen wir uns mit ihr, um über die Schnittstellen von Klang, Bewegung und Selbstausdruck zu sprechen und darüber, wie die Authentizität ihrer Musik einen Moment der Stille zwischen den Noten offenbart – eine Stille, die unser eigenes Streben nach Gleichgewicht und Form widerspiegelt. Gemeinsam erkunden wir den zeitlosen Dialog zwischen Kunst, Musik und Stil.

Verwurzelt in Leichtigkeit. Silhouetten entfalten sich sanft, ihre Linien sind weich, aber beständig, geführt von der durchdachten Spannung von Stretchgarnen. Jedes Kleidungsstück behält seine Form mit stiller Zuversicht und spiegelt die Balance zwischen Bewegung und Ruhe wider.

ÜBER INSPIRATION UND PROZESS
Adjas Lieder entstehen oft in stillen Momenten, bei einem Spaziergang im Wald, einem verweilenden Duft, einem Dialogfragment, das zur Melodie wird. „Ich lasse mich von den Zyklen der Emotionen inspirieren“, erklärt sie. „Ich schätze die Tatsache, dass Menschen viele vielschichtige Emotionen haben, oft koexistieren paradoxe Gefühle. Beim Songschreiben habe ich das Gefühl, als ob ich diese Momente destillieren könnte. Auch das Theater hat meinen Prozess geprägt. Ich habe es als Kind studiert, also denke ich in Archetypen und Metaphern. Das hilft mir, große Gefühle in Klang zu übersetzen.“

„Kleidung verändert, wie ich mich bewege und wie ich singe. Ich bevorzuge Silhouetten, die locker und mehrschichtig sind – sie geben Freiheit, spiegeln aber auch unsere facettenreiche Welt wider – alles um uns herum ist vielschichtig und gestaffelt. Bei Stil geht es nicht darum, sich zu verstecken; es geht darum, das, was man bereits fühlt, zu erweitern.“

ÜBER STIL UND BÜHNENPRÄSENZ
Adja beschreibt ihre Beziehung zur Mode als sowohl intuitiv und gleichzeitig bewusst. „Kleidung verändert, wie ich mich bewege und wie ich singe. Ich bevorzuge lockere und mehrschichtige Silhouetten – sie ermöglichen Freiheit und unterstreichen auf diese Weise meine Liebe zum Geheimnisvollen und zur Verspieltheit. Bei Stil geht es nicht darum, sich zu verstecken; es geht darum, das, was man bereits fühlt, zu erweitern.“ Für sie ist diese Zusammenarbeit mit Sarah Pacini mehr als eine Garderobe. „Wir erkunden, wie es aussieht, wenn Klang und Design dieselbe Sprache sprechen. Die Kleider tragen das gleiche emotionale Gewicht wie die Musik: Bewegung, Stärke und Subtilität.“

„Kollaboration ist eine Form des Dialogs. Es geht nicht darum, zwei Welten oberflächlich zu vermischen; es geht darum, zu verstehen, wo sie sich überschneiden.“

ÜBER KOLLABORATION UND KREATIVITÄT
Auf die Frage nach kreativen Partnerschaften antwortet sie nachdenklich: „Zusammenarbeit ist eine Form des Dialogs. Es geht nicht darum, zwei Welten oberflächlich zu vermischen; es geht darum, zu verstehen, wo sie sich überschneiden. Ich suche in jedem Austausch nach Authentizität, sei es mit Musikern, Stylisten oder einer Marke wie Sarah Pacini. Vertrauen und Neugier lassen die Kreativität fließen.“ Diese Aufrichtigkeit prägt ihre Arbeit.

ÜBER WERTE UND GLEICHGEWICHT
Integrität, Großzügigkeit und Mut sind Worte, auf die Adja immer wieder zurückkommt. „Ich glaube daran, alle Seiten von mir zu zeigen“, sagt sie. „Auch die weniger schmeichelhaften. Verletzlichkeit macht Kunst menschlich.“ Sie reflektiert über das Gleichgewicht zwischen ihrer persönlichen und künstlerischen Identität. „Auf der Bühne spiele ich keine Rolle; ich verstärke, wer ich bereits bin. Auftreten lehrt Präsenz. Man kann nicht wiederholen oder korrigieren. Man muss dem Moment vertrauen. Das ist für mich Freiheit, auch wenn es gleichzeitig ein harter Lehrmeister ist.“

ÜBER DAS, WAS SIE ZURÜCKGEBEN MÖCHTE
„Ich hoffe, dass die Menschen meine Konzerte mit einem Gefühl der Leichtigkeit und des Mutes verlassen. Ich möchte, dass sie sich inspiriert fühlen zu singen, zu sprechen, auszudrücken, was auch immer in ihnen steckt. Besser, mit seinen Gefühlen zu tanzen, als sie zu unterdrücken.“

Die Begegnung zwischen Adja und Sarah Pacini ist geprägt von einer gemeinsamen Vision, ein Treffen zweier Welten, die Ausdruck als Kunstform verstehen. Ihre Musik bereichert unsere Geschichte mit Emotion und Tiefe, während unsere Silhouetten ihr den visuellen Rhythmus bieten, der ihren Klang widerspiegelt. In beiden finden sich Bewegung, Stärke und Anmut. Ein Dialog von Seele und Stil, zeitlos, aufrichtig und lebendig.